Anna Pavlova Biographie

Anna Pavlova war zu ihrer Zeit – und ist es vielleicht noch heute – die berühmteste Tänzerin der Welt. Pavlova unternahm lange, weltumspannende Tourneen und schuf überall ein neues Ballettpublikum.

Unsicherer Hintergrund

Anna Pavlova wurde am 31. Januar 1881 in St. Petersburg, Russland, die Tochter von Lyubov Feodorovna, einer Wäscherin. Die Identität ihres Vaters ist nicht bekannt. Als Anna noch sehr klein war, heiratete ihre Mutter den Reservesoldaten Matvey Pavlov, der starb, als Anna zwei Jahre alt war. Sie und ihre Mutter waren sehr arm und verbrachten die Sommer bei Annas Großmutter. Laut Pavlova wollte sie ab ihrem achten Lebensjahr Tänzerin werden, als sie eine Aufführung besuchte Die schlafende Schönheit im Mariinski-Theater. Zwei Jahre später wurde sie als Studentin an der St. Petersburger Kaiserlichen Ballettschule. Diese Schule für klassische Tänzer bot ihren Schülern lebenslangen materiellen Schutz; der Zar (der Herrscher Russlands) Alexander III. (1845–1894) war sein Hauptunterstützer. Im Gegenzug verlangte die Schule vollen körperlichen Einsatz.

Obwohl die junge Pavlova als gebrechlich und nicht gerade schön galt, war sie dennoch sehr geschmeidig (in der Lage, sich mit Leichtigkeit und Anmut zu biegen und zu drehen). Ihr Talent beeindruckte Ballettmeister Marius Petipa, der ihr Lieblingslehrer werden sollte. Pavlova lernte auch von anderen berühmten Maryinsky-Lehrern und Choreografen (denjenigen, die Tanzaufführungen kreieren und arrangieren) wie Christian Johanssen, Pavel Gerdt und Enrico Cecchetti, die ihr eine klassische Grundlage auf der Grundlage der Balletttradition vermittelten. Pavlova gab im September 1899 ihr Ensembledebüt im Maryinsky. Der Wettbewerb unter den Tänzern war intensiv, aber Anna Pavlova erregte bald Aufmerksamkeit durch die poetische und ausdrucksstarke Qualität ihrer Darbietungen.

Voller Tourplan

Pavlovas erste von vielen Touren (es wird geschätzt, dass sie über vierhundert gereist ist

Obwohl diese frühen Touren mit Zustimmung des Zaren geplant waren, fand Pavlovas letzte Reise nach Russland im Sommer 1914 statt. Sie reiste durch Deutschland auf dem Weg nach London, England, als Deutschland im August 1914 den Krieg mit ihrem Heimatland erklärte. Pavlovas Der Schutz und die Verpflichtungen gegenüber dem Zaren und seinem Mariinski-Theater waren zu Ende.

Von diesem Zeitpunkt an bis zu ihrem Tod unternahm Pavlova weiterhin lange, anstrengende Tourneen, immer mit ihrer eigenen Kompanie – deren Mitglieder aus verschiedenen Ländern kamen und nicht immer so talentiert waren wie sie – zur Unterstützung. Sie kehrte mehrmals nach Amerika zurück; sie ging 1917 nach Südamerika; 1919 besuchte sie Bahia und Salvador. Eine amerikanische Tournee von 1920 bis 21 war Pavlovas fünfte große Tournee durch die Vereinigten Staaten in zehn Jahren, und 1923 reiste das Unternehmen nach Japan, China, Indien, Burma und Ägypten. Südafrika, Australien und Neuseeland erhielten 1926 einen Einblick in Pavlova, und die Jahre 1927 und 1928 waren einer Europatournee gewidmet.

Immer wieder die Klassiker aufführen

Obwohl sich Pavlovas Auftritte veränderten und durch den Kontakt mit fremden Kulturen und neuen Tanzmethoden beeinflusst wurden, blieb sie eine etwas konservative (nicht viele neue Dinge ausprobierende) Darstellerin. Ihre Kompanie führte weiterhin einige der großen Ballettklassiker auf, wie z Giselle und Die schlafende Schönheit; Ihre eigenen beliebten Signaturstücke waren die Bacchanal, ein Duett, das von ihrem ehemaligen Kommilitonen Mikhail Fokine und ihrer unheimlichen Schönheit kreiert wurde Der Schwan.

Pavlovas Fähigkeit, ihre Rolle als Sprecherin ihrer Kunst zu akzeptieren, oft mit guter Laune und immer mit Hingabe und Gelassenheit, brachte ihr ein riesiges Publikum und schließlich das Ballett selbst. Sie war bereit, an verschiedenen Orten aufzutreten, von den berühmtesten Theatern Europas bis zu Londons Music Halls oder sogar New Yorks gigantischem Hippodrom. Pavlovas private Tage verbrachte sie im Ivy House in London, wo sie eine große Sammlung von Vögeln und Tieren hielt, darunter ein Schwanenpaar. Ihr Begleiter, Manager und vielleicht Ehemann (Pavlova gab verschiedene Berichte über die genaue Art ihrer Beziehung) war Victor Dandré, ein gebürtiger St. Petersburg.

Pavlova starb am 22. Januar 1931 in Den Haag, Niederlande. Sie war bis zu ihrem Tod ständig aufgetreten; Ihre letzten Worte waren die Bitte, ihr Schwanenkostüm vorzubereiten, und schließlich: „Spielen Sie den letzten Takt leise.“

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