Philippus Aureolus Paracelsus Biografie

Philippus Aureolus Paracelsus war ein Schweizer Arzt und Alchemist (mittelalterlicher Arzt), der für die Gründung der medizinischen Chemie bekannt war. Er war auch der erste Arzt, der eine Reihe schwerer Krankheiten korrekt beschrieb, darunter Tuberkulose, eine Lungenerkrankung.

Jugend und frühe Karriere

Theophrastus Bombastus von Hohenheim, später Paracelsus genannt, wurde am 10. November in Einsiedeln, Schweiz, geboren.

Theophrastus studierte in Basel, der Schweiz und Italien, wo er die klassische medizinische Theorie erlernte. Er studierte auch an der Universität Wien und kehrte dann nach Italien zurück, wo er 1515 an der Universität von Ferrara in Medizin promovierte. Während seines Aufenthalts in Ferrara nahm er den Namen Paracelsus an, was „jenseits von Celsus“ bedeutet. Celsus war ein Arzt des antiken Roms, der von den Kollegen des Paracelsus bewundert wurde.

Paracelsus nahm sein Studium der Metalle kurz wieder auf und begann dann eine Reihe von Reisen, die bis zu seinem Lebensende andauerten. Er war von 1518 bis 1521 Armeearzt in Dänemark. 1522 trat er den Streitkräften in Venedig, Italien, bei. Bis 1526 hatte er sich kurz in Tübingen, Österreich, niedergelassen, wo er eine kleine Gruppe von Studenten versammelte. Später in diesem Jahr reiste er nach Straßburg, Frankreich, wo er seine Staatsbürgerschaft kaufte und anscheinend vorhatte, sich niederzulassen.

Neue Ansätze in der Medizin

Die klassischen Theorien von Aristoteles (384–322) BCE ), ein griechischer Philosoph, und Galen (ca. 130–ca. 200), ein griechischer Arzt, bildeten die Grundlage der damaligen Medizin. Aristoteles und Galen glaubten, dass der menschliche Körper aus vier Elementen besteht (Erde, Luft, Feuer und Wasser). Diese mussten ausgeglichen werden, um die Gesundheit zu erhalten. Paracelsus glaubte, dass Krankheiten von außerhalb des Körpers kommen. Er war der Meinung, dass Krankheiten geheilt werden könnten, indem man die richtigen chemischen Medikamente im Gegensatz zu pflanzlichen Medikamenten liefert. Diese würden das innere Gleichgewicht wiederherstellen. Seine erfolgreichen Heilungen unterstützten seine Theorien und er erwarb sich einen Ruf als Heiler.

1526 ging Paracelsus nach Basel in die Schweiz, um einen Patienten zu behandeln. Er blieb und wurde Stadtarzt. Zu seinen Aufgaben gehörten die Lehrtätigkeit an der Universität und die Betreuung der örtlichen Apotheker (Drogisten). Seine Vorträge zogen ein großes Publikum an, aber sein Unterricht und sein Stil waren bei den Behörden unbeliebt.

Paracelsus stellte traditionelle medizinische Lehren offen in Frage. Er hielt Vorträge lieber auf Deutsch als auf Latein, der traditionellen Unterrichtssprache. Auch weigerte er sich, die Medikamente der örtlichen Apotheker zu verschreiben. 1528 musste Paracelsus fliehen, um einer Verhaftung und Inhaftierung zu entgehen.

Alchemie und Philosophie

Paracelsus schrieb auch Bücher über Medizin, Chirurgie und Kosmologie (die Natur des Universums). Paracelsus sagte, dass seine Sicht auf die Welt auf Philosophie, Astronomie, Alchemie und Tugend beruhte. Alchemie war eine mittelalterliche Form der Chemie. Einige Leute studierten Alchemie in der Hoffnung, unedlere (minderwertige) Metalle in Gold zu verwandeln. Im Gegensatz dazu betrachtete Paracelsus die Alchemie als eine Geisteswissenschaft. Er fühlte, dass es moralische Tugend seitens der Person erforderte, die es praktizierte.

Paracelsus glaubte, dass es für jedes Übel ein Gutes gibt, das es beseitigen würde. Daher glaubte er, dass es für jede Krankheit ein Heilmittel gibt. Er studierte Alchemie in der Hoffnung, die Mittel zur Wiederherstellung der Jugend und Verlängerung des Lebens zu entdecken. Er war auch der Meinung, dass die Alchemie nicht nur auf die Chemie beschränkt sein sollte. Er dachte, es sei in der ganzen Natur am Werk. Es lag ihm sehr am Herzen, seine Naturphilosophie mit seinen religiösen Überzeugungen in Verbindung zu bringen.

Nach 1531 scheint sich Paracelsus geistlich bekehrt zu haben. Er gab seinen materiellen Besitz auf. Es heißt, er sei wie ein Bettler geworden. Er ging in Städte in Österreich und Italien, wo die Pest (eine hoch ansteckende Krankheit, die oft von Ratten übertragen wird) wütete, und er kümmerte sich um die Kranken. In diesem neuen Geist, der ihn antrieb, schenkte Paracelsus den Armen und Bedürftigen besondere Aufmerksamkeit. Seine Arbeit war von einem eher mystischen Menschenbild und insbesondere vom Arzt geleitet.

1540 ging Paracelsus nach Salzburg, Österreich, aber er war sehr krank. Er starb dort am 24. September 1541.

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